Equines Sarkoid – Hauttumore beim Pferd

Das Equine Sarkoid bezeichnet eine krankhafte Hautveränderung bei Pferden, bei der es zu einer Umfangsvermehrung im Bereich der Pferdehaut kommt. Die Tumore gelten in der Regel als gutartig, haben aber ein enormes Recidivpotential. Grundsätzlich kann das Equine Sarkoid bei jeder Rasse vorkommen.

 

Die Problematik dieser Erkrankung liegt vor allem in dem schnellen Wachstum der Hautveränderungen. Die gutartigen Wucherungen können zu störenden Knoten, Bewegungseinschränkungen oder schmerzhaften Wunden führen. Auch nach erfolgreicher Entfernung kann es immer wieder Rückfällen und neue Hautveränderungen entstehen.

 

Zu weit fortgeschritten, kann ein Equines Sarkoid auf Grund nicht mehr behandelbarer Geschwürbildung eine Euthanasie nach sich ziehen.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu unserer Behandlung von Equinen Sarkoiden beim Pferd.

Rufen Sie uns unter 06051-490980 an oder kontaktieren Sie uns unter info@equinox.vet.

 

Bei einem ersten Vorstellungstermin besprechen wir dann persönlich alle möglichen Therapieoptionen und beraten Sie individuell für Ihr Pferd.

Das Equine Sarkoid beim Pferd – Unterschiedliche Typen

Je nach Beschwerdebilde werden 6 Typen des Equinen Sarkoids unterschieden:

  1. Typ – Okkultes Sarkoid:
    • Haarlose, leicht schuppige Hautveränderung mit geringer Knotenbildung
  2. Typ – Verruköses Sarkoid:
    • Warzenartige Hautveränderung
  3. Typ – Noduläres Sarkoid:
    • Deutlich sichtbare Knotenbildung unter der Haut, keine Wunden, kann stielförmig wuchern, Haarausfall im Areal möglich
  4. Typ – Fibroblastisches Sarkoid:
    • Zum Teil große, blumenkohlartige Umfangsvermehrung, entzündliche Geschwüre, zum Teil mit austretender Wundflüssigkeit
  5. Typ – Gemischte Sarkoid:
    • Warzen- bis blumenkohlartige, entzündliche Geschwüre, zum Teil unter der Haut, Wundflüssigkeit kann austreten
  6. Typ – Malignes Sarkoid:
    • Knotenbildung entlang der Lymphbahnen, erscheint oft nach Verletzungen

Das Equine Sarkoid beim Pferd – Ursachen

Das Equine Sarkoid gehört zwar zu den Tumorerkrankungen, ist aber auf Grund des nicht-bösartigen Charakters keine echte Krebserkrankung. Es werden also in der Regel keine krankhaften Krebszellen oder Metastasen in den inneren Organen gebildet. Ursächlich für das Entstehen der Hauttumore sind sogenannte Papillomaviren (Typ 1 und 2).

Diese Viren sind eigentlich bei ihrem ursprünglichen Wirt der Kuh beheimatet. Beim Pferd führen sie zu warzenähnlichen, wuchernden Hautveränderungen. Einer Infektion mit dem Papillomavirus geht meist eine Hautverletzung voraus, aber auch eine genetische Veranlagung des Immunsystems kann dies begünstigen.

Das Equine Sarkoid beim Pferd – Therapie durch Bestrahlung

In unserer Klinik haben wir die Möglichkeit die Therapie von Equinen Sarkoiden bei Pferden mit Hilfe einer Strahlentherapie durchzuführen. Dabei wird eine Bestrahlung aus der Humanmedizin, die es ermöglicht die DNA des Tumors zu schädigen, eingesetzt.

 

Für die Behandlung eines Equinen Sarkoids ist ein stationärer Aufenthalt von 4-9 Tagen mit täglicher Bestrahlung notwendig. Im Bestrahlungsfeld kann es als Nebenwirkung der Behandlung zu Fellverlust und (Schleim-)Hautrötungen kommen. Während des Heilungsverlaufes zu Hause können zudem Entzündungserscheinungen auf Grund des Tumorabbaus auftreten.

Wir sind deutschlandweit als einziges onkologisches Tiermedizin-Zentrum auf die Strahlentherapie von gutartigen Tumoren und Krebs bei Pferden spezialisiert. Ob eine Behandlung mittels Bestrahlung in Frage kommt, wird von uns individuell in einem ausführlichen Gespräch geklärt.

Krebstherapie bei Hund & Katze der Equinox Healthcare aus Linsengericht