Strahlentherapie bei Hund, Katze und Kaninchen
Bessere medizinische Diagnostik und Therapie sorgen dafür, dass unsere Haustiere immer älter werden, genau wie der Mensch. Mit steigendem Lebensalter unserer Lieblinge steigt aber auch die Anzahl der diagnostizierten Krebserkrankungen. Dabei ist nicht jeder Tumor gleich problematisch. Für einige Tumoren stehen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei anderen können wir die Symptome gut kontrollieren.
In jedem Fall steht die Lebensqualität immer im Vordergrund.
Strahlentherapie ist neben Chirurgie und Chemotherapie eine der drei klassischen Säulen der Tumortherapie. Bei der Bestrahlung eines Tumors wird ionisierende Strahlung eingesetzt, in den meisten Fällen hochenergetische Röntgenstrahlung oder Elektronenstrahlung. Die Strahlung schädigt die DNA im Zellkern, sodass im weiteren Verlauf die Tumorzellen zugrunde gehen. Die Gesamtdosis wird immer in mehreren Sitzungen, sogenannte Fraktionen, eingestrahlt. Für viele Krebserkrankungen gibt es unterschiedliche Protokolle, die zum Teil bereits seit Jahrzehnten angewendet werden. Manchmal wird Strahlentherapie in Kombination mit einer Operation eingesetzt. Das beste Vorgehen muss immer zwischen Tierbesitzer und den jeweiligen Experten besprochen werden.
Die Lebensqualität kann auch während einer Krebserkrankung sehr hoch sein, eine Schlüsselrolle spielen supportive Therapien.
Auch bei chronischen Schmerzen der Gelenke kann die Strahlentherapie hervorragend eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Tumorbehandlung wird nur eine geringe Dosis in drei Fraktionen eingestrahlt. Diese Therapie wird in der Regel ausgezeichnet vertragen und bietet vielen Patienten auch bei fortgeschrittener Erkrankung eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.
..mehr zu SchmerzbestrahlungZu Beginn der Strahlentherapie wird ein Bestrahlungsprotokoll festgelegt. Hier wird entschieden, wie viele Fraktionen und welche Dosis für die Strahlentherapie genutzt werden und ob ein definitives oder ein palliatives Vorgehen sinnvoll ist. Bei manchen Patienten muss eine Computertomographie zur Planung der Strahlentherapie angefertigt werden. Die einzelnen Strahlentherapiesitzungen laufen dann immer gleich ab und dauern in den meisten Fällen etwa 60 Minuten. Dabei ist die Bestrahlung selbst komplett schmerzfrei und man kann sie nicht spüren, genau wie bei einem Röntgenbild. Da Tiere im Gegensatz zu Menschen wach nicht mit der nötigen Genauigkeit liegen bleiben, benötigen sie eine kurze oberflächliche Narkose.
Die wiederholten Narkosen der Strahlentherapie sind für die Tiere gut verträglich. Wir erklären, wie unsere Patienten ihre Therapie verschlafen.