FÜR TIERÄRZTE

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir bei Equinox Healthcare legen besonderen Wert auf eine enge Kooperation mit Ihnen, um unseren gemeinsamen Patienten die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Wir verstehen unser Therapieangebot als Ergänzung und Erweiterung Ihrer haustierärztlichen Betreuung. Daher möchten wir auch nach erfolgter Strahlentherapie in regem Austausch mit Ihnen bleiben und Sie bei der Nachsorge, die in der Regel vom Haustierarzt durchgeführt wird, unterstützen. 

KONTAKTFORMULAR

Sollten Sie einen Patienten überwiesen haben, können Sie uns gern persönlich kontaktieren oder den Besitzer um die Übermittlung Ihrer Kontaktdaten an uns bitten. In diesem Fall erhalten Sie einen ausführlichen Rückbericht über die stattgefundene Behandlung. 

Welche Patienten kommen für die Strahlentherapie infrage?

Die beiden Hauptindikationen für eine Bestrahlung sind lokale Tumoren, sowie chronisch entzündliche Erkrankungen.

Neoplasien werden mit einer hohen Gesamtdosis behandelt, die auf mehrere Einzelfraktionen aufgeteilt wird. Dahingegen bestehen die Protokolle der sogenannten gutartigen Bestrahlungen, die bei Arthrosen und anderen chronisch schmerzhaften Prozessen angewendet werden, aus weniger Fraktionen mit deutlich niedrigeren Dosen.

Zudem unterscheiden wir zwischen kurativen und palliativen Bestrahlungsprotokollen. Welches Protokoll für den individuellen Patienten infrage kommt, können Sie gern mit unseren Tierärzten besprechen.

Informationen zu Ätiologie und Behandlung gängiger Tumoren

finden Sie in den jeweiligen Infotexten auf dieser Seite. Bitte beachten Sie, dass dies nur eine Auswahl der häufigsten Indikationen darstellt, es gibt deutlich mehr Tumoren, die mittels Strahlentherapie erfolgreich behandelt werden können. 

Equines Sarkoid

Equine Sarkoide sind weltweit die häufigsten Tumoren bei Equiden. Sie entstehen durch eine virusinduzierte Entartung der Fibroblasten mit verschiedenen Proliferationsformen. Sie metastasieren selten und werden histologisch als gutartige Tumoren eingestuft. Die chirurgische Exzision allein ist häufig nicht ausreichend, da die Tumoren ein enormes Rezidivpotenzial aufweisen. Aufgrund ihres teilweise sehr großen Wachstums und häufig ulzerativen Charakters, können sie lokal zu großen Problemen für die Pferde führen. Daher müssen sie vom klinischen Erscheinungsbild her trotzdem oft als maligne eingestuft werden.

Weiterlesen

Die auslösenden Viren sind die bovinen Papillomaviren 1 und 2, die sich über die Jahre allerdings an Pferde angepasst haben und von den ursprünglichen Rinder-Viren genetisch abweichen. Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass die Infektion bei Pferden abortiv verläuft, sprich von einem Pferd als „Fehlwirt“ nicht auf andere Pferde übertragen werden kann. Immunhistologische Verfahren konnten jedoch belegen, dass bei viele Sarkoidformen intakte Viren in die Umgebung abgeschilfert werden und somit eine potentielle Ansteckungsgefahr von einem Pferd mit Sarkoiden aus geht. Damit eine BPV-1/-2 Übertragung auf ein nächstes Pferd jedoch wiederum zur Sarkoid Bildung führt, muss eine Verletzung der Oberhaut vorliegen, damit das Virus zur Basalzellschicht vordringen kann und es müssen einige Bedingungen vom Immunsystem des neuen Wirts erfüllt sein.

Therapeutisch steht neben der lokalen Anwendung von Salben und der Chirurgie, die häufig Rezidive zu verzeichnen hat, auch die Strahlentherapie zur Verfügung.

Melanome

Schimmel haben eine signifikant höhere Inzidenz, an Melanomen (= schwarzer Hautkrebs: Heritabilität 0,36) zu erkranken als andersfarbige Pferde, da die Mutation für die weiße Fellfarbe mit weiteren Mutationen vergesellschaftet ist. Schimmel kommen als braune, schwarze oder fuchsfarbene Fohlen zur Welt und durchlaufen anschließend einen „zu schnellen“ Ergrauungsprozess, mit Verlust der Melanozyten, durch eine Duplikationsmutation im Intron 6 des STX17-Gens, die autosomal dominant vererbt wird. Mit dieser Schimmelfarbmutation werden weitere Prädispositionen vererbt, wie zum Beispiel Vitiligo (progressive, fleckige Hautdepigmentationen durch Untergang der Melanozyten, vor allem im Bereich von Maul und Augen), aber auch eine signifikant erhöhte Inzidenz für Melanome.

Weiterlesen

Die Melanome treten oft an verschiedenen Körperstellen parallel auf und zeigen ein langsames, aber progressives Wachstum. Sie können durch die Größenzunahme per se (zum Beispiel Koprostase im perianalen Bereich) oder durch eine Metastasierung nach innen (zum Beispiel Zentralnervensystem) lebenslimitierend sein. Der Erfolg einer chirurgischen Exzision ist in der Regel nicht von langer Dauer, da Melanome circa 3 cm lange mikroskopisch kleine Zellausläufer besitzen, die eine vollständige, chirurgische Tumorentfernung in den meisten Lokalisationen verhindern, sodass die Melanome nach kurzer Zeit rezidivieren. Aktuell befindet sich mit Oncept der erste sogenannte Krebsimpfstoff für Tiere in der klinischen Testphase. Die systemische Behandlung mit dem Histamin-Antagonisten Cimetidin wird vereinzelt erfolgreich eingesetzt, eine evidenzbasierte Grundlage dazu gibt es bislang nicht. Die Strahlentherapie kann insbesondere in Kombination mit einer chirurgischen Zytoreduktion gute Behandlungserfolge erzielen.

Plattenepithelkarzinom (PEK)

PEK sind von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute ausgehende bösartige  Tumore aus der Gruppe der Karzinome. Sie können auch von anderen Gewebsarten ausgehen, die selbst kein Plattenepithel besitzen, aber Epithelien mit der Fähigkeit zur Plattenzellmetaplasie haben. PEK wachsen infiltrativ und breiten sich über Organgrenzen hinweg in der Umgebung aus. Beim Pferd metastasieren PEK meist erst im fortgeschrittenen Erkrankungsprozess. In diesem Fall sind besonderen die regionalen Lymphknoten betroffen.

Plattenepithelkarzinome machen 24,6% der gesamten Tumorarten bei Pferden aus und sind somit die zweithäufigsten Tumoren nach Equinen Sarkoiden. Die Ursache für die Entstehung von PEK ist multifaktoriell. Je nach anatomischer Lokalisation treten andere Faktoren in den Vordergrund. Ein Zusammenhang zwischen EcPV-2 und PEK am Schlauch konnte nachgewiesen werden. Auch für weitere Lokalisationen werden Equine Papillomaviren als ätiologisches Agens vermutet.

Weiterlesen

UV-Licht kann über die Bildung von Thymidin-Dimeren in der DNA und RNA zu einer Zellentartung führen. Höhere PEK Prävalenz in sonnenreichen Gegenden wurde bei Equiden nachgewiesen. Besonders häufig treten die UV-Licht induzierten PEK an unpigmentierter Haut und Schleimhaut auf. Es besteht auch eine Rasseprädisposition bei Rassen mit vielen Abzeichen, z.B. Apaloosa. Chronische Entzündungen, Reizungen und Wunden begünstigen die Entstehung eines PEK.

Typische Lokalisationen des PEK beim Pferd sind das Auge, im Speziellen die Konjunktiva, Hornhaut, Sklera, sowie das drittes Augenlid. Außerdem betroffen sind die äußeren Geschlechtsorgane, sowie der Harnblasenhals, Magen (Cardia), Nasennebenhöhlen und Pharynx/Larynx.

MELDEN SIE SICH GERNE BEI UNS!

Sollten Sie Fragen zur Strahlentherapie haben oder einen gemeinsamen Patienten mit uns besprechen wollen, können Sie jederzeit über das Kontaktformular, eine E-Mail oder einen Anruf Kontakt zu unseren Tierärzten aufnehmen. 

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir bei Equinox Healthcare legen besonderen Wert auf eine enge Kooperation mit Ihnen, um unseren gemeinsamen Patienten die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Wir verstehen unser Therapieangebot als Ergänzung und Erweiterung Ihrer haustierärztlichen Betreuung. Daher möchten wir auch nach erfolgter Strahlentherapie in regem Austausch mit Ihnen bleiben und Sie bei der Nachsorge, die in der Regel vom Haustierarzt durchgeführt wird, unterstützen. 

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Die beiden Hauptindikationen für eine Bestrahlung sind lokale Tumoren,
sowie chronisch entzündliche Erkrankungen. 

Neoplasien werden mit einer hohen Gesamtdosis behandelt, die auf mehrere Einzelfraktionen aufgeteilt wird. Dahingegen bestehen die Protokolle der sogenannten gutartigen Bestrahlungen, die bei Arthrosen und anderen chronisch schmerzhaften Prozessen angewendet werden, aus weniger Fraktionen mit deutlich niedrigeren Dosen. 

Zudem unterscheiden wir zwischen kurativen und palliativen Bestrahlungsprotokollen. Welches Protokoll für den individuellen Patienten infrage kommt, können Sie gern mit unseren Tierärzten besprechen. 

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Equines Sarkoid

Equine Sarkoide sind weltweit die häufigsten Tumoren bei Equiden. Sie entstehen durch eine virusinduzierte Entartung der Fibroblasten mit verschiedenen Proliferationsformen. Sie metastasieren selten und werden histologisch als gutartige Tumoren eingestuft. Die chirurgische Exzision allein ist häufig nicht ausreichend, da die Tumoren ein enormes Rezidivpotenzial aufweisen. Aufgrund ihres teilweise sehr großen Wachstums und häufig ulzerativen Charakters, können sie lokal zu großen Problemen für die Pferde führen. Daher müssen sie vom klinischen Erscheinungsbild her trotzdem oft als maligne eingestuft werden.

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Die auslösenden Viren sind die bovinen Papillomaviren 1 und 2, die sich über die Jahre allerdings an Pferde angepasst haben und von den ursprünglichen Rinder-Viren genetisch abweichen. Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass die Infektion bei Pferden abortiv verläuft, sprich von einem Pferd als „Fehlwirt“ nicht auf andere Pferde übertragen werden kann. Immunhistologische Verfahren konnten jedoch belegen, dass bei viele Sarkoidformen intakte Viren in die Umgebung abgeschilfert werden und somit eine potentielle Ansteckungsgefahr von einem Pferd mit Sarkoiden aus geht. Damit eine BPV-1/-2 Übertragung auf ein nächstes Pferd jedoch wiederum zur Sarkoid Bildung führt, muss eine Verletzung der Oberhaut vorliegen, damit das Virus zur Basalzellschicht vordringen kann und es müssen einige Bedingungen vom Immunsystem des neuen Wirts erfüllt sein.

Therapeutisch steht neben der lokalen Anwendung von Salben und der Chirurgie, die häufig Rezidive zu verzeichnen hat, auch die Strahlentherapie zur Verfügung.

Melanome

Schimmel haben eine signifikant höhere Inzidenz, an Melanomen (= schwarzer Hautkrebs: Heritabilität 0,36) zu erkranken als andersfarbige Pferde, da die Mutation für die weiße Fellfarbe mit weiteren Mutationen vergesellschaftet ist. Schimmel kommen als braune, schwarze oder fuchsfarbene Fohlen zur Welt und durchlaufen anschließend einen „zu schnellen“ Ergrauungsprozess, mit Verlust der Melanozyten, durch eine Duplikationsmutation im Intron 6 des STX17-Gens, die autosomal dominant vererbt wird. Mit dieser Schimmelfarbmutation werden weitere Prädispositionen vererbt, wie zum Beispiel Vitiligo (progressive, fleckige Hautdepigmentationen durch Untergang der Melanozyten, vor allem im Bereich von Maul und Augen), aber auch eine signifikant erhöhte Inzidenz für Melanome.

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Die Melanome treten oft an verschiedenen Körperstellen parallel auf und zeigen ein langsames, aber progressives Wachstum. Sie können durch die Größenzunahme per se (zum Beispiel Koprostase im perianalen Bereich) oder durch eine Metastasierung nach innen (zum Beispiel Zentralnervensystem) lebenslimitierend sein. Der Erfolg einer chirurgischen Exzision ist in der Regel nicht von langer Dauer, da Melanome circa 3 cm lange mikroskopisch kleine Zellausläufer besitzen, die eine vollständige, chirurgische Tumorentfernung in den meisten Lokalisationen verhindern, sodass die Melanome nach kurzer Zeit rezidivieren. Aktuell befindet sich mit Oncept der erste sogenannte Krebsimpfstoff für Tiere in der klinischen Testphase. Die systemische Behandlung mit dem Histamin-Antagonisten Cimetidin wird vereinzelt erfolgreich eingesetzt, eine evidenzbasierte Grundlage dazu gibt es bislang nicht. Die Strahlentherapie kann insbesondere in Kombination mit einer chirurgischen Zytoreduktion gute Behandlungserfolge erzielen.

Plattenepithelkarzinom (PEK)

PEK sind von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute ausgehende bösartige  Tumore aus der Gruppe der Karzinome. Sie können auch von anderen Gewebsarten ausgehen, die selbst kein Plattenepithel besitzen, aber Epithelien mit der Fähigkeit zur Plattenzellmetaplasie haben. PEK wachsen infiltrativ und breiten sich über Organgrenzen hinweg in der Umgebung aus. Beim Pferd metastasieren PEK meist erst im fortgeschrittenen Erkrankungsprozess. In diesem Fall sind besonderen die regionalen Lymphknoten betroffen.

Plattenepithelkarzinome machen 24,6% der gesamten Tumorarten bei Pferden aus und sind somit die zweithäufigsten Tumoren nach Equinen Sarkoiden. Die Ursache für die Entstehung von PEK ist multifaktoriell. Je nach anatomischer Lokalisation treten andere Faktoren in den Vordergrund. Ein Zusammenhang zwischen EcPV-2 und PEK am Schlauch konnte nachgewiesen werden. Auch für weitere Lokalisationen werden Equine Papillomaviren als ätiologisches Agens vermutet.

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UV-Licht kann über die Bildung von Thymidin-Dimeren in der DNA und RNA zu einer Zellentartung führen. Höhere PEK Prävalenz in sonnenreichen Gegenden wurde bei Equiden nachgewiesen. Besonders häufig treten die UV-Licht induzierten PEK an unpigmentierter Haut und Schleimhaut auf. Es besteht auch eine Rasseprädisposition bei Rassen mit vielen Abzeichen, z.B. Apaloosa. Chronische Entzündungen, Reizungen und Wunden begünstigen die Entstehung eines PEK.

Typische Lokalisationen des PEK beim Pferd sind das Auge, im Speziellen die Konjunktiva, Hornhaut, Sklera, sowie das drittes Augenlid. Außerdem betroffen sind die äußeren Geschlechtsorgane, sowie der Harnblasenhals, Magen (Cardia), Nasennebenhöhlen und Pharynx/Larynx.

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Sollten Sie Fragen zur Strahlentherapie haben oder einen gemeinsamen Patienten mit uns besprechen wollen, können Sie jederzeit über das Kontaktformular, eine E-Mail oder einen Anruf Kontakt zu unseren Tierärzten aufnehmen. 

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

wir bei Equinox Healthcare legen besonderen Wert auf eine enge Kooperation mit Ihnen, um unseren gemeinsamen Patienten die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Wir verstehen unser Therapieangebot als Ergänzung und Erweiterung Ihrer haustierärztlichen Betreuung. Daher möchten wir auch nach erfolgter Strahlentherapie in regem Austausch mit Ihnen bleiben und Sie bei der Nachsorge, die in der Regel vom Haustierarzt durchgeführt wird, unterstützen. 

KONTAKTFORMULAR

Sollten Sie einen Patienten überwiesen haben, können Sie uns gern persönlich kontaktieren oder den Besitzer um die Übermittlung Ihrer Kontaktdaten an uns bitten. In diesem Fall erhalten Sie einen ausführlichen Rückbericht über die stattgefundene Behandlung. 

Welche Patienten kommen für die Strahlentherapie infrage?

Die beiden Hauptindikationen für eine Bestrahlung sind lokale Tumoren, sowie chronisch entzündliche Erkrankungen. 

Neoplasien werden mit einer hohen Gesamtdosis behandelt, die auf mehrere Einzelfraktionen aufgeteilt wird. Dahingegen bestehen die Protokolle der sogenannten gutartigen Bestrahlungen, die bei Arthrosen und anderen chronisch schmerzhaften Prozessen angewendet werden, aus weniger Fraktionen mit deutlich niedrigeren Dosen. 

Zudem unterscheiden wir zwischen kurativen und palliativen Bestrahlungsprotokollen. Welches Protokoll für den individuellen Patienten infrage kommt, können Sie gern mit unseren Tierärzten besprechen. 

Informationen zu Ätiologie und Behandlung gängiger Tumoren

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Equines Sarkoid

Equine Sarkoide sind weltweit die häufigsten Tumoren bei Equiden. Sie entstehen durch eine virusinduzierte Entartung der Fibroblasten mit verschiedenen Proliferationsformen. Sie metastasieren selten und werden histologisch als gutartige Tumoren eingestuft. Die chirurgische Exzision allein ist häufig nicht ausreichend, da die Tumoren ein enormes Rezidivpotenzial aufweisen. Aufgrund ihres teilweise sehr großen Wachstums und häufig ulzerativen Charakters, können sie lokal zu großen Problemen für die Pferde führen. Daher müssen sie vom klinischen Erscheinungsbild her trotzdem oft als maligne eingestuft werden.

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Die auslösenden Viren sind die bovinen Papillomaviren 1 und 2, die sich über die Jahre allerdings an Pferde angepasst haben und von den ursprünglichen Rinder-Viren genetisch abweichen. Bis vor einigen Jahren ging man davon aus, dass die Infektion bei Pferden abortiv verläuft, sprich von einem Pferd als „Fehlwirt“ nicht auf andere Pferde übertragen werden kann. Immunhistologische Verfahren konnten jedoch belegen, dass bei viele Sarkoidformen intakte Viren in die Umgebung abgeschilfert werden und somit eine potentielle Ansteckungsgefahr von einem Pferd mit Sarkoiden aus geht. Damit eine BPV-1/-2 Übertragung auf ein nächstes Pferd jedoch wiederum zur Sarkoid Bildung führt, muss eine Verletzung der Oberhaut vorliegen, damit das Virus zur Basalzellschicht vordringen kann und es müssen einige Bedingungen vom Immunsystem des neuen Wirts erfüllt sein.

Therapeutisch steht neben der lokalen Anwendung von Salben und der Chirurgie, die häufig Rezidive zu verzeichnen hat, auch die Strahlentherapie zur Verfügung.

Melanome

Schimmel haben eine signifikant höhere Inzidenz, an Melanomen (= schwarzer Hautkrebs: Heritabilität 0,36) zu erkranken als andersfarbige Pferde, da die Mutation für die weiße Fellfarbe mit weiteren Mutationen vergesellschaftet ist. Schimmel kommen als braune, schwarze oder fuchsfarbene Fohlen zur Welt und durchlaufen anschließend einen „zu schnellen“ Ergrauungsprozess, mit Verlust der Melanozyten, durch eine Duplikationsmutation im Intron 6 des STX17-Gens, die autosomal dominant vererbt wird. Mit dieser Schimmelfarbmutation werden weitere Prädispositionen vererbt, wie zum Beispiel Vitiligo (progressive, fleckige Hautdepigmentationen durch Untergang der Melanozyten, vor allem im Bereich von Maul und Augen), aber auch eine signifikant erhöhte Inzidenz für Melanome.

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Die Melanome treten oft an verschiedenen Körperstellen parallel auf und zeigen ein langsames, aber progressives Wachstum. Sie können durch die Größenzunahme per se (zum Beispiel Koprostase im perianalen Bereich) oder durch eine Metastasierung nach innen (zum Beispiel Zentralnervensystem) lebenslimitierend sein. Der Erfolg einer chirurgischen Exzision ist in der Regel nicht von langer Dauer, da Melanome circa 3 cm lange mikroskopisch kleine Zellausläufer besitzen, die eine vollständige, chirurgische Tumorentfernung in den meisten Lokalisationen verhindern, sodass die Melanome nach kurzer Zeit rezidivieren. Aktuell befindet sich mit Oncept der erste sogenannte Krebsimpfstoff für Tiere in der klinischen Testphase. Die systemische Behandlung mit dem Histamin-Antagonisten Cimetidin wird vereinzelt erfolgreich eingesetzt, eine evidenzbasierte Grundlage dazu gibt es bislang nicht. Die Strahlentherapie kann insbesondere in Kombination mit einer chirurgischen Zytoreduktion gute Behandlungserfolge erzielen.

Plattenepithelkarzinom (PEK)

PEK sind von den Epithelien der Haut und der Schleimhäute ausgehende bösartige  Tumore aus der Gruppe der Karzinome. Sie können auch von anderen Gewebsarten ausgehen, die selbst kein Plattenepithel besitzen, aber Epithelien mit der Fähigkeit zur Plattenzellmetaplasie haben. PEK wachsen infiltrativ und breiten sich über Organgrenzen hinweg in der Umgebung aus. Beim Pferd metastasieren PEK meist erst im fortgeschrittenen Erkrankungsprozess. In diesem Fall sind besonderen die regionalen Lymphknoten betroffen.

Plattenepithelkarzinome machen 24,6% der gesamten Tumorarten bei Pferden aus und sind somit die zweithäufigsten Tumoren nach Equinen Sarkoiden. Die Ursache für die Entstehung von PEK ist multifaktoriell. Je nach anatomischer Lokalisation treten andere Faktoren in den Vordergrund. Ein Zusammenhang zwischen EcPV-2 und PEK am Schlauch konnte nachgewiesen werden. Auch für weitere Lokalisationen werden Equine Papillomaviren als ätiologisches Agens vermutet.

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UV-Licht kann über die Bildung von Thymidin-Dimeren in der DNA und RNA zu einer Zellentartung führen. Höhere PEK Prävalenz in sonnenreichen Gegenden wurde bei Equiden nachgewiesen. Besonders häufig treten die UV-Licht induzierten PEK an unpigmentierter Haut und Schleimhaut auf. Es besteht auch eine Rasseprädisposition bei Rassen mit vielen Abzeichen, z.B. Apaloosa. Chronische Entzündungen, Reizungen und Wunden begünstigen die Entstehung eines PEK.

Typische Lokalisationen des PEK beim Pferd sind das Auge, im Speziellen die Konjunktiva, Hornhaut, Sklera, sowie das drittes Augenlid. Außerdem betroffen sind die äußeren Geschlechtsorgane, sowie der Harnblasenhals, Magen (Cardia), Nasennebenhöhlen und Pharynx/Larynx.

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